Wohnprojekt in NRW

Wohnprojekt in NRW

In Nordrhein-Westfalen leben rund 325.000 Ein-Eltern- Familien mit Kindern unter 18 Jahren, ein Anteil von 18,3 Prozent aller Familien mit minderjährigen Kindern. In 82,7 Prozent der Ein-Eltern-Familien sind es die Mütter, die das Leben organisieren und finanzieren. Bezahlbare Wohnungen sind rar und gemeinschaftliche Wohnprojekt, die ihren Alltag erleichtern könnten, sind für sie nicht finanzierbar.

Weil auch im bevölkerungsreichsten Bundesland die Wohnungslage für Alleinerziehende so belastend ist, prüft die Stiftung Alltagsheld:innen derzeit mit Partnerorganisationen wie der Stiftung Trias, ob sie ein Wohnprojekt für Alleinerziehende im Kreis Mettmann realisieren kann. In dem Kreis – dem größten in NRW – leben eine halbe Million Einwohner:innen in 10 Städten. Beratungsangebote und spezifische Strukturen für Alleinerziehende gibt es vor Ort bisher nur wenige.

Das Wohnprojekt in Mettmann könnte ein Pilot werden, in dem die Alleinerziehenden ihre Wohnungen und ihr Zusammenleben nach ihren Bedürfnissen gestalten können. Der Aufbau eines selbstverwalteten Wohnprojektes, wie es sie in Deutschland häufiger gibt, ist für Alleinerziehende meist schwierig, da sie unter permanentem Zeit- und Finanzmangel ihren Alltag organisieren müssen. Die Stiftung Alltagsheld:innen möchte ihnen eine Starthilfe geben und den künftigen Bewohner:innen viele organisatorische Abläufe abnehmen.

Dazu gehören die Suche nach einer geeigneten Immobilie und Partner-Organisationen vor Ort sowie der Aufbau und die Vorbereitung der Bewohner:innen Gruppe auf das gemeinsame Wohnen. Die Gruppe soll, so sieht es die Planung vor, mit Unterstützung der Stiftung ein Wohnkonzept für ihr zukünftiges Zusammenleben entwickeln. Neben sozialen Aspekten kann die Gruppe auch die Gemeinschaftsräume und den Zuschnitt der Wohnungen nach ihren Bedarfen mitgestalten. Die Perspektiven der Kinder und ihre Wünsche sollen dabei ebenfalls berücksichtigt werden.

Bei der Bürgermeisterin von Mettmann und Verwaltungsmitarbeiter:innen stößt das Vorhaben auf großes Interesse. Das Pilotprojekt könnte wichtige Impulse für weitere Wohnprojekte für Ein-Eltern-Familien in der Region und darüber hinaus geben. Deshalb sind gleichzeitig die enge Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen vor Ort und in der Region Teil der Herangehensweise. Auch die Vernetzung örtlicher Akteur:innen zu bezahlbarem Wohnen und gemeinschaftlichen Wohnformen für Ein-Eltern-Familien zählt dazu.


Helfen Sie mit, Wohn- und Lebensräume für Ein-Eltern-Familien Wirklichkeit werden zu lassen. Ermöglichen Sie strukturelle Impulse, die Alleinerziehenden das Leben erleichtern. Verwenden Sie dafür als Spendenbetreff ‚Wohnen‘. Zur Spende