Am 1. Juli 2026 kamen im BTZ in Köln-Ehrenfeld Menschen aus Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Zivilgesellschaft und Beratung mit Alleinerziehenden zusammen. Gemeinsam mit dem Bündnis GUTES WOHNEN für Alleinerziehende hatte die Stiftung Alltagsheld:innen zur Dialogkonferenz „Wohn(t)räume für Alleinerziehende – Wege aus der Wohnungsnot in Köln“ eingeladen.
Nun ist die Dokumentation fertig:
👉 https://alltagsheldinnen.org/wp-content/uploads/2026/10/Doku_Dialogkonferenz-Koeln.pdf
Die Lage in Köln
Alleinerziehende sind mit über 43 % die am stärksten von Armut bedrohte Bevölkerungsgruppe. Anders als im Bundestrend sinkt ihr Anteil an den Haushalten in Köln, was auf eine Verdrängung in die Randbezirke und aus der Stadt hinaus hindeutet. Auch in der Beratungspraxis der ZentralE spielt die Wohnungsnot inzwischen in fast jedem Gespräch eine Rolle.
Ideen und Lösungen
Praxisbeispiele aus Jülich, Stolberg und Solingen zeigen, wie bedarfsgerechter und bezahlbarer Wohnraum für Alleinerziehende entstehen kann. In fünf Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden Vorschläge für Köln:
✔️ Konzeptvergaben mit dem Baustein „Wohnen für Alleinerziehende“
✔️eine Wohnungsquote für Alleinerziehende im geförderten Wohnungsbau
✔️ Untergruppe „Wohnen von Alleinerziehenden“ im Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen Köln
✔️ Begleitdienste bei der Wohnungssuche
✔️ mehr Sichtbarkeit durch Informationskampagnen
Wie geht es weiter?
In den Arbeitsgruppen und im Plenum wurde deutlich: Köln braucht ein örtliches Bündnis GUTES WOHNEN für Alleinerziehende, das für die Bedarfe von Ein-Eltern-Familien sensibilisiert und die Umsetzung der Vorschläge voranbringt. Für die Umsetzung wird noch eine Partnerschaft mit bestehenden Strukturen gesucht. Als Nächstes sprechen wir mit Schlüsselpersonen, welche Möglichkeiten sie sehen und an welche bestehenden Strukturen eine Kölner Arbeitsgruppe angebunden werden kann.
Aus der Konferenz kamen dazu mehrere Ideen, etwa eine Arbeitsgruppe im „Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen und Bauen“, die Mitarbeit von Initiativen wie dem Zukunftswerk Ein-Eltern-Familien e. V. oder Kampagnen, Petitionen und Gespräche mit der Kommunalpolitik. Das sind Optionen und noch keine Beschlüsse.
Wir möchten als Nächstes mit möglichen Verantwortlichen sprechen und gemeinsam klären, welche Möglichkeiten sie sehen und ob eine Kölner Arbeitsgruppe zum Guten Wohnen für Alleinerziehende an bestehende Arbeitskreise oder Strukturen angebunden werden kann.
Die Erkenntnisse aus der Kölner Dialogkonferenz sowie denen aus weiteren regionalen Dialogen sollen 2027 bei einer Bundeskonferenz zusammengeführt werden.
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Auch im WDR
Die WDR Lokalzeit Köln berichtete am 6. Juli über die Konferenz, mit Heidi Thiemann, Vorständin der Stiftung, im Interview (ab Minute 17:00): https://tinyurl.com/2pkfwu2n
Den ergänzenden Hintergrundbericht auf WDR online gibt es hier:
https://tinyurl.com/9undtbbh
Und spannende Statements der Dialogkonferenz-Teilnehmenden als Kurzvideo sind über den folgenden Link zu sehen: https://alltagsheldinnen.org/wp-content/uploads/2026/07/Statements-DK.mp4
Wer sich in Köln engagieren möchte, meldet sich bei Britta Körschgen:
buendnis-gw4ae@alltagsheldinnen.org, Tel. +49 2103 930 90 35.
Wir danken der Stadt Köln für die Förderung, dem BTZ für die Gastfreundschaft und allen, die ihre Erfahrungen und Ideen eingebracht haben.